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Fritz! mit Himbeerkuchen

Über dem Mini-Computer Raspberry Pi wurde schon mittlerweile viel berichtet. Nachdem ich mich fast vier Wochen damit beschäftigt habe, möchte ich auch etwas dazu Beitragen:


Raspberry Pi im Einsatz

Das für etwa 35 Euro erhältliche, Scheckkarten großes Modul sieht auf den ersten Blick absolut unscheinbar aus. Der erste Betrieb mit Raspbian zeigt, dass man damit tatsächlich Arbeiten kann. Mit dem Minimal-Web-Browser kann man in normaler Geschwindigkeit im Internet Surfen. (Dafür muss man ohne Plugins auskommen und dass es kein Flash-Plugin gibt, ist vielleicht auch besser so.)

 

XBMC Media Center - mehr braucht man nicht!

Doch all das wird mit XBMC Media Center in den Schatten gestellt: Damit kann man mehr als nur Entertainment ins Wohnzimmer holen. Also Bilder, Musik und Videos in voller HD-Auflösung sind kein Problem. Was Bedienung und Funktionsumfang angeht, so können sich selbst überteuerte Smart-Fernseher noch eine Scheibe davon abschneiden!
Das besondere am Raspberry Pi ist, dass man nicht nur Digitale Fernseher mit HDMI-Anschluss verbinden kann, sondern auch Normale Fernseher an einen Composite-Anschluss anschließen kann. Der Ton kommt entweder über Digital über HDMI oder Analog über einen Standard Klinkenbuchse.
Bis jetzt gibt es drei XBMC-Distributionen für das Raspberry Pi: RaspBMC, OpenElec und XBian. OpenElec ist nicht ganz kompatible mit AVM-Produkten (UPnP-Server macht Probleme) und XBian hat immer noch Beta-Status. Der Vorteil bei OpenElec ist, dass sich das Betriebssystem in einen komprimierten Image befindet und somit immer schreibgeschützt und vor Veränderungen geschützt ist. Der Nachteil dabei ist, dass Veränderungen am System selber, sich schwierig gestalten. Wer Wert auf Anpassung legt, sollte zu RaspBMC greifen und OpenElec, wer Wert auf Geschwindigkeit und Stabilität legt. Für Linux unbegabte gibt es für Windows und MacOS einen Installer, der selbstständig das Image aus dem Internet auf die Speicherkarte installiert. Nach weiteren 2 bis 30 Minuten ist XBMC auf dem Raspberry Pi installiert. Es gibt Mittlerweile auch ein Multiimage Noobs, wo alle wichtigen Distributionen mit enthalten sind, die man auf Tastendruck während des Bootens ändern kann.

 

Nachdem man die Spracheinstellungen gesetzt hat, sollte man unter "Einstellungen / Dienste / UPnP" den UPnP-Server und Renderer aktivieren. (Damit man die Medien per UPnP Streamen kann) Netzwerk kann man über LAN-Kabel oder über ein USB-WLAN-Stick beziehen (Für WLAN ist unter XBMC ein Network-Manager erforderlich, der entweder schon Vorinstalliert ist oder unter Programme nachinstallieren kann.)

 

Jetzt muss man nur noch Multimedia-Inhalte hinzufügen. Dabei ist es egal, ob diese von der Speicherkarte selber, von einer USB-Festplatte, von einem UPnP-Server (z.B. FRITZ!Box) oder über eine Standard Windows-Freigabe kommen. (Das besondere an den Windows-Freigaben sind, dass die über ein VPN-Tunnel hinweg ansprechbar sind. - Nur das Internet muss schnell genug sein.) Da XBMC einen eigenen UPnP-Server mitbringt, kann man dadurch beliebige Medien zum Fernseher Streamen, die sich nicht unbedingt im eigenen lokalen Netzwerk befinden müssen. XBMC dient quasi als Proxy.
Fernsehen ist damit auch möglich: Man kann direkt ein DVB-T Empfänger anschließen oder sich über das Netzwerk mit einen DVB-Recever verbinden und darüber das Programm zum Fernseher Streamen lassen. Selbst unverschlüsselte T-Entertain Programme kann man direkt mit XBMC wiedergeben.
Das schöne an der Bedienung ist, dass man entweder eine Tastatur/Fernbedienung über USB am Raspberry Pi anschließen kann oder über den HDMI-Anschluss die Fernbedienung vom Fernseher mit benutzen kann. (Eine Bedienung über den Webbrowser mit dem Smartphone ist ebenfalls möglich)

 

WLAN-Lautsprecher mit Fritz!Fon gesteuert

Wer ein Smartphone mit Fritz!APP oder ein Fritz!Fon besitzt, kann XBMC über das Telefon steuern (Also ansteuerung der Medien). Dazu ist kein Bildschirm nötig und man kann seine Lieblingsmusik überall dort hören (z.B. im Garten, Keller, etc.), wohin das Heim-Netzwerk reicht.


Mit Bildschirm, Lautsprecher und Tastatur

Mit zusätzlichen Addons kann man Internet-Inhalte wiedergeben, wie Radio oder Podcast (Diese lassen sich leider nicht über das Telefon steuern, dazu ist ein Bildschirm erforderlich)

 

Es gibt kaum ein Einsatzort, wo der Raspberry Pi nicht punkten kann. Ob im Auto, auf dem Fahrrad, im Garten oder im Urlaub. Zusammen mit einer FRITZ!Box kann man seine eigene Cloud aufbauen, der man wirklich vertrauen kann.


Kategorie: AVM, Fritz!Box, Fritz!Fon, Multimedia, Raspberry Pi, XBMC

Erstellt: 06.04.2013 - Zuletzt geändert: 19.09.2013


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